Die Umsetzung von Stickoxiden (NOX) in einem SCR-System hängt von der Verfügbarkeit von Ammoniak (NH3) ab, welches aus der eingespritzten AdBlue®-Lösung (32,5 %-ige wässrige Harnstofflösung) erzeugt wird. Theoretisch beträgt das optimale NH3/NOX-Verhältnis gemäß der Reaktionsstöchiometrie 1:1 (ANR [Ammonia NOX Ratio] = 1). In der Realität kommt es allerdings zu einer inhomogenen NH3-Verteilung im Katalysator sowie zur Oxidation von Ammoniak bei höheren Temperaturen, so dass ein ANR > 1 zur vollständigen Umsetzung von NOX notwendig ist. Die Folge einer Ammoniak-Überdosierung ist wiederum NH3-Schlupf, da manche Kanäle des Katalysatorsubstrats mit einem Überschuss an NH3 durchströmt werden. Insbesondere im dynamischen Betrieb oder wenn ein NOX-Umsatz > 90 % benötigt wird, kann der Ammoniakschlupf ein Problem darstellen.

Gasförmiges Ammoniak weist mit 15 ppm eine sehr niedrige Geruchsschwelle auf, was schnell unangenehme Gerüche verursacht. Außerdem führt es zu Reizungen der Atemwege und der Augen. Diese Risiken werden mithilfe eines Ammoniakschlupfkatalysators vermieden, der Ammoniak selektiv zu den unschädlichen Produkten Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) oxidiert.

2 NH3 + 3/2 O2 → 3 N2 + 3 H2O

In Kombination mit einer geeigneten Dosierungsstrategie bietet INTERKAT mit der ASC-Technologie den Kunden die Möglichkeit, den NOX-Umsatz des SCR-Systems durch ein höheres ANR zu steigern, ohne dabei einen erhöhten Ammoniakschlupf zu riskieren. Ein weiterer Vorteil unserer ASC-Technologie ist die Oxidation von Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffen (HC) sowie Formaldehyd (CH2O), die durch den SCR Katalysator gelangen. Eine anwendungsspezifische Auslegung verhindert größtenteils, dass eine Oxidation von Stickstoff zu Lachgas (N2O) oder NO stattfindet.

N2 + ½ O2 → N2O + ½ O2 → 2 NO

“INTERKAT liefert Ihnen immer den optimalen Katalysator für Ihre Anwendung”